Prepaid-SIM im Kostencheck: Diese Posten zahlst du wirklich

Die SIM-Karte selbst kostet bei Prepaid meist wenig oder nichts. Der eigentliche Preis entsteht durch den Tarif, den du darauf buchst, und durch Nebenkosten wie Auslandsnutzung oder Sonderrufnummern.

Unten siehst du, welche drei Kostenblöcke zusammenkommen und wie du Angebote über den Preis je Tag vergleichbar machst. Steht auf dieser Seite ein Angebot als Anzeige, ist das Werbung und kein Testsieger. Entscheidend bleibt danach der Preis je Tag.

Maskottchen am Computer in einem hellen Büro, das Smartphone mit prepaid-karte24.de in der Hand

Startpreis, Tarifpreis, Nebenkosten: So setzt sich der Betrag zusammen

Wer fragt, was eine SIM-Karte kostet, meint oft drei verschiedene Dinge. Sie lassen sich trennen:

  • Startpreis: Das zahlst du einmalig für Karte oder eSIM, oft zusammen mit einem Startpaket oder Startguthaben.
  • Tarifpreis: Das zahlst du für Minuten, SMS und Datenvolumen, entweder als Paket mit fester Laufzeit oder als Verbrauch vom Guthaben.
  • Nebenkosten: Dazu zählen Telefonate und Daten außerhalb der EU, Sonderrufnummern, Premium-SMS und Mehrkosten, wenn das Paket aufgebraucht ist.

Am meisten Geld sparst du fast immer beim Tarifpreis, weil er sich Monat für Monat wiederholt. Der Startpreis fällt nur einmal an.

Was die Karte selbst kostet

Bei vielen Prepaid-Angeboten ist die Karte gratis oder sehr günstig, weil der Anbieter an Paketen und Aufladungen verdient. Häufig steckt im Startpreis schon ein Guthaben oder ein erstes Paket, sodass du den Betrag nicht verlierst, sondern vertelefonierst. Ob das für dich zählt, hängt davon ab, ob du das Startguthaben wirklich nutzt. Die Bedingungen stehen beim jeweiligen Angebot.

Wenn du nur die Karte testen oder als Zweitnummer nutzen willst, schau dir die kostenlosen Prepaid-Starterkarten an. Bei einer eSIM entfällt der Versand der Plastikkarte. Ob sie billiger oder teurer ist, entscheidet der Anbieter. Dein Gerät muss eSIM unterstützen.

Eine Identitätsprüfung ist vor der Freischaltung einer Prepaid-SIM in Deutschland Pflicht. Sie läuft je nach Anbieter per Ausweis und zugelassenem Verfahren, zum Beispiel online per Video oder im Laden. Prüfe vorher, ob dafür eine Gebühr anfällt.

Wenn du deine alte Nummer behalten willst, kostet das nichts extra: Die Rufnummernmitnahme ist laut Bundesnetzagentur für Verbraucher kostenlos. Das gilt nur für die Mitnahme, nicht für den neuen Tarif.

Laufende Kosten: Paket, Grundgebühr oder Verbrauch

Im Alltag sind drei Abrechnungsarten üblich:

  1. Paket mit fester Laufzeit: Du zahlst einen festen Betrag für ein Datenvolumen, Telefonie und SMS. Danach verlängert sich das Paket oder endet, je nach Tarif.
  2. Verbrauch vom Guthaben: Du lädst Geld auf und bezahlst jede Minute, SMS und jedes Megabyte einzeln.
  3. Mischformen: Zum Beispiel ein kleines Paket mit Abrechnung vom Guthaben, sobald es aufgebraucht ist.

Wer wenig telefoniert und surft, fährt oft mit Tarifen ohne feste monatliche Belastung gut. Eine Übersicht dazu findest du bei den Tarifen ohne monatliche Grundgebühr. Wer regelmäßig Daten nutzt, braucht meist ein Paket, weil die Abrechnung nach Verbrauch schnell teurer wird.

Preis je Tag: die Rechnung, die Angebote vergleichbar macht

Pakete unterscheiden sich in Preis und Laufzeit. Mit dem Preis je Tag bekommst du eine gemeinsame Grundlage: Teile den Paketpreis durch die Zahl der Tage, die das Paket gilt.

Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen, kein aktuelles Angebot: Ein Paket für 14 Euro und 28 Tage Laufzeit kostet 0,50 Euro pro Tag. Ein zweites Paket für 9 Euro und 14 Tage Laufzeit kostet rund 0,64 Euro pro Tag. Der kleinere Betrag auf dem Preisschild ist hier also nicht der günstigere.

Vergleiche danach auf gleicher Basis, was im Paket steckt: Datenvolumen, Geschwindigkeit, EU-Roaming und ob sich das Paket automatisch verlängert. Ein Paket mit sehr niedrigem Tagespreis hilft dir nicht, wenn das Datenvolumen für dich zu klein ist und du ständig nachbuchst.

Nebenkosten, die auf dem Preisschild fehlen

Ausland: In der EU gilt für Prepaid-Kunden bei vorübergehenden Reisen grundsätzlich kein regulärer Roaming-Aufpreis, wie die Europäische Kommission beschreibt. Fair-Use-Grenzen bei den Daten und die konkreten Tarifbedingungen musst du trotzdem prüfen. Außerhalb der EU, etwa in der Schweiz oder der Türkei, können deutlich höhere Preise gelten. Großbritannien gehört nicht zum EU-Gebiet, manche Anbieter berechnen dort aber freiwillig Inlandspreise. Lies das vor der Reise nach.

Aufgebrauchtes Paket: Je nach Tarif läuft die Nutzung danach gedrosselt weiter oder wird vom Guthaben abgerechnet, manchmal zu hohen Preisen.

Sonderdienste: Servicenummern, Mehrwertdienste und Abos über die Handyrechnung gehören nicht zum Paket und kosten extra.

Restguthaben: Nach Vertragsende hast du laut Verbraucherzentrale grundsätzlich Anspruch auf gebührenfreie Auszahlung deines selbst aufgeladenen Guthabens. Start- oder Bonusguthaben ist nicht zwingend auszahlbar. Lade deshalb nicht mehr auf, als du absehbar brauchst.

So gehst du beim Vergleich vor

Mit dieser Reihenfolge kommst du schnell zu einer Entscheidung:

  1. Schätze grob, wie viel du telefonierst und wie viele Daten du brauchst.
  2. Rechne bei jedem Kandidaten den Preis je Tag aus.
  3. Lies bei den Kosten die Bedingungen: Verlängerung, Gebühren bei Aufladung, Startpreis.
  4. Prüfe, ob du Roaming brauchst oder eine eSIM nutzen willst.

Aktuelle Angebote mit ihren Preisen siehst du im Vergleich der Prepaid-Tarife. Einen Überblick über die Prepaid-Karte als Ganzes findest du auf prepaid-karte24.de.

Häufige Fragen

Kostet eine Prepaid-SIM-Karte einmalig etwas?

Das hängt vom Angebot ab. Bei manchen Anbietern ist die Karte kostenlos, bei anderen zahlst du einen Startpreis, in dem oft ein Guthaben oder ein erstes Paket enthalten ist. Achte darauf, ob du das Startguthaben tatsächlich nutzen kannst.

Gibt es SIM-Karten ganz ohne laufende Kosten?

Ja, bei Prepaid zahlst du oft nur, was du verbrauchst. Manche Tarife kommen ohne feste Grundgebühr aus. Wer regelmäßig surft, zahlt bei reiner Verbrauchsabrechnung aber schnell mehr als bei einem Paket. Mehr dazu findest du bei den Tarifen ohne monatliche Grundgebühr.

Was kostet es, die Rufnummer zu einem neuen Anbieter mitzunehmen?

Die Mitnahme selbst ist für Verbraucher kostenlos. Der neue Tarif und eventuelle Startkosten kommen allerdings hinzu. Die Kundendaten müssen beim alten und beim neuen Anbieter übereinstimmen, sonst scheitert die Portierung.

Bekomme ich mein Guthaben zurück, wenn ich die SIM nicht mehr brauche?

Selbst aufgeladenes Restguthaben kannst du nach Vertragsende grundsätzlich auszahlen lassen. Bei Start- oder Bonusguthaben hängt es von den Umständen ab. Beantrage die Auszahlung beim Anbieter und beachte die Fristen in den Bedingungen.

Ist eine eSIM teurer als eine Plastikkarte?

Eine feste Regel gibt es nicht. Bei der eSIM entfällt die physische Karte, ob der Anbieter dafür weniger oder anders berechnet, steht in seinen Konditionen. Dein Smartphone muss eSIM unterstützen.

Wie vergleiche ich Prepaid-Angebote mit unterschiedlicher Laufzeit?

Teile den Paketpreis durch die Anzahl der Tage, die das Paket gilt. So bekommst du den Preis je Tag und kannst Pakete mit unterschiedlicher Laufzeit direkt nebeneinanderlegen. Danach schaust du, ob Datenvolumen und Leistungen für dich passen.

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