Nummer zur neuen Prepaid-Karte mitnehmen: Schritt für Schritt

Du nimmst deine Nummer mit, indem du bei der Bestellung der neuen Prepaid-Karte die Rufnummernmitnahme auswählst, die Daten deines bisherigen Anbieters angibst und den Wechseltermin abwartest. Den Antrag an den alten Anbieter stellt in der Regel der neue für dich.

Unten findest du den Ablauf, die Fristen, die Fehlerquellen und das, was du vor und nach dem Wechsel mit Altvertrag und Restguthaben erledigen solltest.

Maskottchen am Computer in einem hellen Büro, das Smartphone mit prepaid-karte24.de in der Hand

So läuft die Mitnahme ab

  1. Neue Karte wählen: Such dir den neuen Prepaid-Anbieter oder das neue Paket aus. Achte darauf, dass die Rufnummernmitnahme im Bestellvorgang angeboten wird.
  2. Mitnahme im Bestellprozess anklicken: Gib deine bisherige Rufnummer und den Namen des aktuellen Anbieters an.
  3. Persönliche Daten eintragen: Name, Anschrift und Geburtsdatum müssen mit den Angaben beim alten Anbieter übereinstimmen.
  4. Identität bestätigen: Die neue Karte wird erst nach einer Identitätsprüfung freigeschaltet. Wie das funktioniert, steht in unserer Anleitung zum Aktivieren der Prepaid-Karte.
  5. Wechseltermin abwarten: Zum vereinbarten Zeitpunkt wird die Nummer auf die neue SIM oder die eSIM umgeschaltet. Den Termin nennt dir der neue Anbieter.

Die Reihenfolge kann sich je nach Anbieter leicht unterscheiden. Die genauen Schritte stehen im jeweiligen Bestellprozess.

Kosten und Fristen: Wann du die Nummer übertragen lassen kannst

Laut Bundesnetzagentur ist die Rufnummernmitnahme zu einem neuen Mobilfunkanbieter für Verbraucher kostenlos. Sie ist auch vor dem Ende des bisherigen Vertrags möglich. Kostenlos heißt aber nur, dass die Übertragung nichts kostet. Die neue Karte oder das neue Paket kann trotzdem Geld kosten.

Du musst also nicht bis zum letzten Tag warten. Bedenke aber, dass der alte Vertrag unter Umständen bis zu seinem regulären Ende weiterläuft und bis dahin Zahlungspflichten bestehen können.

Auch nach Vertragsende ist noch Zeit: Die Mitnahme lässt sich laut Bundesnetzagentur noch mindestens einen Monat danach beantragen. Das ist seit dem 1.12.2021 die gesetzliche Mindestfrist, einzelne Anbieter können dir mehr Zeit geben. Verlass dich nicht darauf, sondern stelle den Antrag lieber früh, denn eine freigegebene Nummer wird irgendwann neu vergeben.

Welche Angaben zusammenpassen müssen

Die häufigste Ursache für eine abgelehnte oder verzögerte Mitnahme sind abweichende Kundendaten. Der neue und der alte Anbieter gleichen deine Angaben miteinander ab. Prüfe deshalb vor dem Absenden:

  • Schreibweise von Vor- und Nachname, auch bei Doppelnamen oder nach einer Heirat
  • aktuelle Anschrift, falls du umgezogen bist und sie beim alten Anbieter nie geändert hast
  • Geburtsdatum
  • die Rufnummer selbst, ohne Zahlendreher und mit der richtigen Vorwahl

Bei einer Prepaid-Karte, die du früher unter anderen Daten registriert hast oder die auf eine andere Person läuft, wird es schwierig. Dann musst du die Daten beim alten Anbieter vor dem Antrag korrigieren lassen oder die Mitnahme über die Person beantragen, auf die die Karte registriert ist.

Am Wechseltag: SIM-Tausch, Ausfallzeit und eSIM

Bis zum Umschalttermin funktioniert deine alte Karte normal. Danach wird die Nummer deiner neuen SIM zugeordnet, und die alte Karte ist nicht mehr erreichbar. Plane für den Wechsel kurz mit einer Unterbrechung, in der du weder telefonieren noch SMS erhalten kannst. Das gilt auch für Bestätigungscodes per SMS, zum Beispiel von deiner Bank. Lege den Wechsel daher nicht auf einen Moment, in dem du dringend erreichbar sein musst.

Steck die neue SIM erst ein, wenn der Anbieter dir den Start mitteilt oder die Karte sich anmeldet. Bei einer eSIM richtest du das Profil auf deinem Gerät ein, sobald der Anbieter es bereitstellt. Der Ablauf unterscheidet sich je nach Anbieter, oft läuft er über einen QR-Code oder einen Aktivierungscode. Halte dafür eine stabile Internetverbindung bereit, zum Beispiel WLAN.

Meldet sich die neue Karte auch nach dem genannten Termin nicht im Netz, starte das Gerät einmal neu und prüfe, ob die richtige Karte als Standard für Telefonie ausgewählt ist. Hilft das nicht, wende dich an den Support des neuen Anbieters. Der alte Anbieter ist dann in der Regel nicht mehr zuständig.

Altvertrag und Restguthaben nicht vergessen

Die Mitnahme der Nummer ersetzt nicht automatisch jede Kündigung. Prüfe nach dem Antrag, ob dein alter Tarif beendet ist oder ob du ihn selbst kündigen musst. Bei einer Prepaid-Karte ohne Vertragsbindung gibt es häufig nichts weiter zu tun. Läuft dagegen ein Paket mit fester Laufzeit, achte auf die Kündigungsfrist des alten Anbieters. Wie das bei Prepaid funktioniert, erklärt unser Ratgeber zum Kündigen der Prepaid-Karte.

Schau außerdem auf das Guthaben der alten Karte. Selbst aufgeladenes Restguthaben solltest du nicht einfach verfallen lassen. Frag beim alten Anbieter nach der Auszahlung oder verbrauche es vor dem Wechsel. Bei Start- oder Bonusguthaben gelten oft eigene Regeln, die du in den Geschäftsbedingungen nachlesen kannst.

Die neue Karte passend aussuchen

Wenn du noch nicht weißt, zu welchem Anbieter du wechseln willst, vergleichst du am besten zuerst die Tarife und entscheidest dann. Eine Übersicht dazu findest du bei den Prepaid-Tarifen im Vergleich. Bei der Auswahl hilft ein Blick auf Preis je Tag, Datenvolumen, Netz und darauf, ob der Anbieter die Mitnahme im Bestellprozess ausdrücklich anbietet.

Wer sich allgemein über das Prepaid-Prinzip informieren möchte, findet auf prepaid-karte24.de den Einstieg rund um die Prepaid-Karte.

Häufige Fragen

Kostet die Rufnummernmitnahme bei Prepaid etwas?

Nein, die Übertragung der Nummer zu einem neuen Mobilfunkanbieter ist für Verbraucher kostenlos. Für die neue Karte oder das gewählte Paket können aber trotzdem Kosten anfallen, zum Beispiel für das erste Paket oder die SIM selbst. Wirf vor der Bestellung einen Blick auf die Preisangaben des neuen Anbieters.

Kann ich meine Nummer mitnehmen, obwohl mein alter Vertrag noch läuft?

Ja, die Nummer kann auch vor Vertragsende zu einem anderen Anbieter übertragen werden. Der alte Vertrag und seine Zahlungspflichten können jedoch bis zum regulären Ende weiterlaufen. Prüfe deshalb die Kündigungsfrist.

Wie lange nach Vertragsende kann ich die Nummer noch mitnehmen?

Mindestens einen Monat nach Vertragsende kannst du die Mitnahme beantragen. Manche Anbieter räumen längere Fristen ein. Warte trotzdem nicht bis zum Schluss, sonst geht deine Nummer im ungünstigen Fall verloren.

Warum wird meine Rufnummernmitnahme abgelehnt?

Meist stimmen die Kundendaten beim alten und beim neuen Anbieter nicht überein, etwa bei Name, Anschrift, Geburtsdatum oder Rufnummer. Korrigiere die Angaben und stelle den Antrag erneut. Kläre bei Unsicherheit mit dem alten Anbieter, welche Daten dort hinterlegt sind.

Funktioniert die Mitnahme auch mit einer eSIM?

Das hängt vom Anbieter ab. Viele Anbieter bieten die Mitnahme auch für die eSIM an, du brauchst dafür ein kompatibles Gerät. Ob und wie es geht, steht im Bestellprozess des neuen Anbieters.

Kann ich nach dem Wechsel noch telefonieren und SMS empfangen?

Ja, sobald die Nummer auf die neue Karte umgeschaltet ist. Zwischen dem Umschalten und dem Einrichten der neuen SIM kann es kurz eine Lücke geben. Plane deshalb Bestätigungs-SMS ein, zum Beispiel für Online-Banking.

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